Fotos 19.11.2020

Die Stallzeit ist eher unspektakulär. Die Kühe verbringen den Tag damit, zu fressen, wiederzukäuen, zu dösen, sich zu kratzen, zu schlafen und dann wieder von vorne damit zu beginnen. Jeden Tag darf tagsüber eine Gruppe von Kühen draußen im Auslauf sein, während die Kälbergruppe in einer großen Box ist. So klappt es momentan ganz gut und wir haben das Gefühl, dass es so für alle ganz gut passt. Wir werden dadurch zwar im Winter einiges mehr an Stroh und Futter brauchen, aber das passt so. Wir gönnen es den Mädels, dass sie zum ersten Mal alle einen Winter ohne Trächtigkeit erleben können!

In dieser Gruppe sind acht Kühe – Mona, Latte, Blacky, Linda, Hedy, Milli, Vanilli und Stella. Diese Konstellation passt für den Winter ganz gut. Meist stehen die älteren Kühe bei der Siloraufe und Blacky und Milli bei der Heuraufe etwas abseits.

Vanilli
Vanilli
Stella
Latte
Hedy und Tochter Blacky
Linda

Update & Fotos 17.11.2020

Nun hat die Stallzeit begonnen! Ab sofort gehen wir morgens und abends rüber und füttern die Kühe, misten aus, streuen frisches Stroh ein und schauen, ob es allen gut geht. Da wir noch Anbindehaltung haben, kommt jeden Tag eine Gruppe von Kühen raus in den Auslauf, während die Kälber in der Box sind.

Dabei kann man unterschiedliches beobachten: Zuerst stürmen die Kühe raus, dann stellen sich gleich die ranghöheren zur Raufe und sichern sich den besten Platz am Silo, ehe das große Futtern beginnt. Ein, zwei Kühe gehen stattdessen zu Bürsten oder zur Stallecke und kratzen sich ausgiebig. Die rangniederen Tiere schleichen dazwischen herum und versuchen, nicht zu sehr aufzufallen, wie zum Beispiel Blacky oder Milli. Sie stehen lieber etwas abseits an der Heuraufe und es kann auch vorkommen, dass Milli sich zur Stalltüre stellt und wieder rein möchte, wenn es ihr zu viel wird draußen. Generell sind die jüngeren Tiere wie Milli, Blacky oder Vanilli eher jene, die Platz machen müssen, wenn eine ältere Kuh des Weges kommt.

Bei der aktuellen Gruppengröße von acht bzw. neun Kühen geht es sich allerdings schön aus, dass sie ein paar Stunden im Auslauf verbringen können, ohne sich zu sehr in die Quere zu kommen.

Ein paar Worte noch zu den gesetzlichen Vorgaben bei Anbindehaltung: In der Biohaltung ist momentan vorgegeben, dass die Kühe in der Stallzeit von November bis April 2x wöchtentlich Auslauf bekommen müssen. Dies muss in einem Kalender dokumentiert sein und bei einer Kontrolle vorgelegt werden. Doch wer kontrolliert, ob diese 2x wöchentlich eingehalten werden oder ob nur einfach so Striche gemacht werden? Von einer Auslaufdauer ist übrigens nichts angegeben. Das kann also von 5 Minuten bis zu 5 Stunden alles sein.

Latte
Blacky
Stella
Vanilli
Linda
Hedy
Milli
So siehts aus, wenn Milli an der Tür steht und wieder rein möchte.

Weidezeitverlängerung!

Ursprünglich war geplant, dass jetzt dann die Stallzeit beginnt, doch der Herbst hatte anderes vor – bis in die nächste Woche hinein soll es nun traumhaft schön und warm werden! Also wurden alle Kühe, die keine Kälber haben, “rausgeschmissen” und dürfen nun noch bis nächste Woche die Weide genießen. Sie sind zusätzlich mit einer Siloraufe versorgt und brauchen sich nicht mal viel zu bewegen, um zum Wasser in der Badewanne zu gelangen. Meistens halten sie sich dort in der Nähe des Waldes auf, untertags legen sie sich auf der Weide in die Sonne.

Bis auf Vanilli ließen sich alle fotografieren.

Milli
Pünktchen
Blacky
Samy
Mathilda
Pünktchen
Kira
Hope
Mona
Samy
Mathilda
Milli
Hedy
Stella
Whitey
Mathilda
Milli

Fotos 4. November 2020

Heute gibts mal ein paar Fotos von einem Teil der Rasselbande – die Namen stehen unter den Fotos.

Emilia, das Einhorn
Blacky
Cookie – schmutzig und glücklich bei den Großen!
Milli
Mathilda
Milli & Mathilda
Mathilda
Milli, das Halbhorn
Zu zweit schläft es sich viel besser!
Milli
Mathilda
Blacky

Almupdate 3. September 2020 – Unfall Teil 1

Bei unserem heutigen Besuch warteten zwei besorgniserregende Überraschungen auf uns – wir erkannten kurz nach unserer Ankunft, dass Millis linkes Horn zur Hälfte abgerissen war. Zuerst dachten wir, sie hätte gerauft oder an einem Felsen gekratzt. Doch dann sahen wir, dass Emilias, ebenfalls linkes, Horn komplett abgebrochen war und nur noch dünn verbunden am Kopf nach unten hing. Was war da geschehen? Erst als wir näher an sie heran kamen, erkannten wir, dass ihr ganzer Körper mit Kratzern übersät war. Also wirklich ihr GANZER Körper von vorne bis hinten, links und rechts, oben und unten. Am schlimmsten hat es sie am Ende des Rückens am Schwanzansatz erwischt – dort hatte sie tiefere verkrustete Abschürfungen. Emilia sah etwas mitgenommen aus, doch sie ging normal, hinkte nicht und fraß auch normal. Sie dürfte Glück im Unglück gehabt haben! Unsere Vermutung war, dass sie im Geröll vielleicht wo aus- und nach unten abgerutscht war und vielleicht auch Milli involviert war. Bei Milli waren jedoch keine Abschürfungen zu sehen, vielleicht hat sie auch nur mit dem Horn gebremst und sich dann abgefangen. Der Rest der Herde sah ganz ok aus. Eine Kuh fehlte, doch das kommt öfters mal vor, dass eine nicht sofort zu sehen ist, beim nächsten Mal aber wieder da ist. Wir wollen am nächsten Tag nochmal nach ihr suchen und bei Emilia nach dem Rechten sehen.

Millis erste Almwoche

Milli hat sich mit ihren Freundinnen auf der Alm super “akklimatisiert” und eingelebt und streift auf etwa 1.700 – 1.800 m herum. Wir haben sie nun zum ersten Mal besucht und uns von ihrer Gesundheit überzeugt.

Auf der Alm war dichter Neben und stellenweise war die Sicht sehr schlecht. Hätten die Kühe Glocken, hätten wir wohl zwar das Gebimmel gehört, aber nicht wirklich gewusst, wo die Tiere sind. Mit dem GPS-Halsband wussten wir jedoch genau, wo Milli zu finden war.

Wir mussten nur ein kurzes Stück gehen, dann tauchten die Herde im Nebel auf und beäugte uns argwöhnisch. Es war, als wollten sie nicht, dass wir sie wieder abholen. Aber keine Angst, der Almsommer dauert nun bis ca. Anfang September!

Signale von der Alm

Die kleine Herde, bestehend aus den ein- und zweijährigen und 2 Kühen, genießt es in den Bergen! Nach der Ankunft zogen sie alsbald auf die höhergelegene Ostgrenze der Alm, wo eine wunderschöne Weidefläche mit Rundumblick ist. Das müsste dann schon so auf etwa 1.800 m liegen. Dort waren die Tiere bis zum nächsten Tag, was uns Millis GPS-Daten zeigten. Es ist überaus interessant zu sehen, wie sich die Alm auf der Herde bewegt – bisher war uns dies verborgen geblieben. Nun können wir auch die nächtlichen Bewegungen gut ausmachen.

Am zweiten Tag kehrte die kleine Herde zur Almhütte zurück, von wo sie gestartet waren, und verbrachten dort den Tag. Wir zeigen euch Fotos, sobald wir sie live besucht haben 🙂

Die Youngsters kommen auf die Alm!

Da das Wetter überraschend gut und der erwartete Schneefall am Vortag nur ganz oben war, brachten wir die ein- und zweijährigen Färsen mit 2 Kühen, die heuer keine Kälber bekommen hatten, heute spontan auf die Alm. Das Verladen zuhause verlief problemlos, ebenso die einstündige Fahrt rauf in die Berge.

Statt der Glocken statten wir heuer drei Kühe mit GPS-Halsbändern aus, da das erste Testgerät überraschend gut funktioniert. Milli hat nun auch ein GPS-Halsband und zeigt uns stündlich ihre Position an. Nach dem Verladen machte sich die Herde gleich auf den Weg und genoss sichtlich ihre Freiheit.

Millis Entwicklung

Aus dem kleinen schmächtigen Kalb ist im Laufe der letzten zwei Jahre eine stattliche junge Kuh geworden! Sie ist von der Statur kaum von den anderen gleichaltrigen zu unterscheiden und scheint nicht vergessen zu haben, was wir für sie getan haben. Auf der Weide oder auf der Alm kommt Milli gerne zu uns her, auch wenn sie mit ihren Hörner öfter mal vergisst, dass sie vorsichtig sein muss. Da muss man selbst dann ganz schön achtgeben, um im Eifer nicht von ihr umgestoßen zu werden.