Unsere Geschichte

Josef ist ein “Bauernbua” durch und durch – mit Kühen und Rohmilch aufgewachsen. Einmal im Jahr wurde früher zu Zeiten seiner Großeltern eine Kuh oder ein Schwein am Hof geschlachtet. Von der Weide bis zum toten Tier vergingen kaum mehr als ein paar Minuten – völlig ohne Stress und Angst. Das war noch gutes, hoch geschätztes Fleisch, das es nicht täglich gab.

Doch die Zeiten änderten sich. Fleisch wurde billiger, Hofschlachtungen von der EU verboten. Was folgte waren lange Transportwege zu einem Metzger oder Schlachthof. Was früher nur selten am Teller landete, wurde alltäglich – Fleisch / Wurst von Rind, Schwein, Pute, Huhn.

Juliane, die auf den Hof geheiratet hat, war ein “Stadtkind”. Fleisch gab es eigentlich immer. Es war “normal” und als Erwachsene gab es bei beiden nie Tage, an denen nicht in irgendeiner Form Fleisch gegessen wurde. Vegetarier oder gar Veganer waren im Freundes- und Bekanntenkreis eine seltene Rarität, kann man so sagen. Und beide konnten mit “solchen Menschen” auch nichts anfangen, da diese Lebensweise fremd war.

Doch im Jänner 2020 sollte sich alles ändern …

Wir wissen beide nicht mehr ganz genau, was das Ausschlaggebende war. Waren es die Dokus und Filme, wo es darum ging, wie schlecht die Fleischindustrie für unsere Umwelt und das Klima ist? Waren es die zahlreichen Studien, die belegen, dass Fleisch das Risiko, an Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes, Angstzuständen oder Burnout zu erkranken, um ein Vielfaches erhöht? Waren es die Qualen der Tiere? Wir wissen es nicht mehr genau, doch es veranlasste uns, dass wir Mitte Jänner aufhörten, Fleisch zu konsumieren, und damit begannen, immer mehr auf tierische Produkte zu verzichten.

Von Fleischtiger zu fleischlos, und dann immer mehr vegan.

Einer der Hauptgründe: Die Flächen, die für die Fütterung von Tieren (speziell in der konventionellen Massentierhaltung) benötigt werden, ist um ein Vielfaches größer als jene für den Anbau von pflanzlichen Lebensmitteln. Viele Filme/Dokus zeigen auf, wo das Problem unserer heutigen Gesellschaft mit Milliarden von Menschen liegt (Im Menü verlinken wir Filmtipps). Uns hat das ziemlich nachdenklich gemacht. Sollte unsere Genuss es wert sein, dass Tiere und Umwelt leiden müssen? Dass wir unseren Körper belasten?

Wir sind selber betroffen und wirkten die letzten Jahre seit der Übernahme des Hofes in diesem Rad der Tierproduktion und des Tierleides mit. Wir führen eine familiäre bäuerliche Landwirtschaft, die seit Generationen in der Familie von Josef ist. Wir betreiben eine biologische Mutterkuhhaltung, was ja schon „tierfreundlicher“ ist, da die Kälber bei den Müttern bleiben. Nach einem halben Jahr werden sie verkauft – der Weg führt sie zum Schlachthof, in die Milchwirtschaft oder in die Mast …

Wir waren unglücklich darüber, in diesem “Rad” mitzulaufen und im Endeffekt Fleisch zu produzieren. Fleisch, das im Idealfall in Österreich weiterverarbeitet wird. Das sind die Tiere aus der biologischen Landwirtschaft, die zum Beispiel in den Babybrei-Gläsern landen. Kälber, die nach Deutschland gefahren und dort weitergemästet werden. Junge Tiere, die der Mutter entrissen und stundenlang in Europa oder noch weiter gekarrt werden, wie man immer wieder in den Medien lesen und sehen kann. Videos davon gibt es zur Genüge auf YouTube (Suchwort “Tiertransport” oder “Kälbertransport”).

Wir wollten nicht mehr mitverantwortlich sein!

Wir wollten die Landwirtschaft nicht aufgeben, doch so weitermachen wollten wir auch nicht mehr. Also änderten wir unsere Sichtweise und unser Leben. So kam es zu LEBENSLÄNGLICH.