Sehr, sehr lange haben wir überlegt, ob und wie wir mit unserem Projekt an die Öffentlichkeit gehen sollen. Da wir nicht zu jenen Menschen gehören, die gerne im Mittelpunkt stehen, fällt es uns echt schwer, doch gerade in diesem Bereich kann und soll man nicht im Verborgenen bleiben. Wir möchten schließlich auch zum Nachdenken und UMDENKEN anregen!

Also, wer sind wir?

Wir sind Juliane und Josef, beide Mitte 30, seit fast 10 Jahren verheiratet und wir haben zwei Kinder. Unser Hof ist im Bundesland Salzburg in Österreich in Radstadt – umgeben von Bergen und Wäldern auf etwa 950 m Seehöhe. Seit vielen Generationen ist er im Familienbesitz und “schon immer” gab es hier Kühe und Schweine. Anfang des 20. Jahrhunderts war der Hof sogar eine angesehene Käsehandlung und bis in die 90er Jahre gab es auch eine eigene Hofschlachtung. Vom Milchviehbetrieb wurde er Anfang der 2000er Jahre auf Mutterkuhhaltung umgestellt und in biologischer Weise geführt.

Vor ungefähr 5 Jahren übernahm mein Mann Josef den Hof mit Mutterkuhhaltung, nachhaltiger Forstwirtschaft und Privatzimmervermietung. Seit dem versuchen wir gemeinsam, die Vermietung mit den Gästen so nachhaltig wie möglich zu machen – wir sparen Plastik so gut es geht, konsumieren so wenig wie möglich, informieren die internationalen Gäste über Mülltrennung und Nachhaltigkeit. Gleichzeitig war es uns nun ein Anliegen, gerade bei den Tieren noch einen Schritt weiter zu gehen – so entstand das Projekt “Lebenslänglich”.

Als gelernte Medienfachfrau versuche ich, dieses Projekt so gut es geht für andere darzustellen und informativ aufzubereiten. Diese Webseite soll deshalb eine Plattform für all jene darstellen, die ähnliches vorhaben. Gerne würden wir den Austausch fördern und andere ähnliche Projekte hier auflisten!

Wir haben keine Ahnung, wo uns der Weg hinführt, doch wir wissen, dass wir es zumindest versuchen wollen. Wir möchten nicht noch mehr Tiere “auf den Markt” schmeißen. Wir wollen auch nicht weiterhin Fleisch und tierische Produkte ohne nachzudenken konsumieren. Wir wollen bewusster mit den Ressourcen der Erde umgehen und könnten vielleicht ein kleiner Dominostein sein, der den Verlauf verändert …