Auch ein Lebenshof ist von AMA-Kontrollen nicht befreit, was auch gut ist. Es ist immer wieder gut, von anderen von außen einen Blick auf die Dinge zu bekommen und gegebenenfalls etwas zu optimieren. Auch Bio-Kontrollen haben wir. Im Schnitt ist ein bis zwei Mal jährlich jemand hier für eine Kontrolle.
In ganz Österreich gibt es auch stichprobenartige Kontrollen auf Rinderseuchen. Dieses Mal wurden wir ausgewählt. Bei Milchbetrieben werden verschiedene Krankheiten über die Milch kontrolliert, bei Mutterkuhbetrieben (oder wie in unserem Fall bei einem Lebenshof) wird Blut über den Schwanz abgenommen.
Dafür mussten zehn unserer Rinder an der Aufstallung fixiert werden. Das waren sie gar nicht gewohnt und ein paar jüngere haben sich dementsprechend beschwert. Mit Futter ließen sie sich aber gut ablenken. Die Probenentnahme klappte dann recht gut und zügig. Bisher haben wir keine Rückmeldung erhalten, also ist alles in Ordnung.
Da wir dann die Tierärztin schon mal hier hatten, ließen wir einen Blick auf Cookie werfen. Cookie ist klein und rund, sehr wohlgenährt. Uns ist aufgefallen, dass sie auf einer Seite aber nochmal einen dickeren Bauch hat als auf der anderen. Man könnte meinen, sie wäre trächtig. Die Diagnose: Sie hat einen großen Bauchdeckenbruch. In dieser Form ist er nicht operabel, da aufgrund der Größe und des Gewichts von Cookie die Heilungschancen sehr gering sind. Wir haben dann noch mit unserem „Haustierarzt“ gesprochen, der uns dies bestätigt hat. So, wie er jetzt ist, macht der Bauchdeckenbruch auch keine Probleme, da die Darmschlingen nicht eingeklemmt werden können.
Wir werden Cookie weiterhin im Auge behalten. So lange es ihr jedoch damit gut geht und sie kein Schmerzverhalten zeigt, kann sie ein normales Leben führen. Drücken wir die Daumen, dass es so bleibt!





