Unser Lebenshof ist heute sechs Jahre alt! Im Jänner 2020 machten wir uns auf unseren veganen Weg und fragten uns, wie eine pflanzliche Ernährung mit einer „Fleischproduktion“ (Mutterkuhhaltung) zusammenpasst. Wir suchten nach Alternativen – aufhören war keine Option, denn über viele Generationen wurde der landwirtschaftliche Betrieb hier aufgebaut. Auf Alpakas umstellen? Wollten wir auch nicht, denn grundsätzlich war Josef ja gerne Landwirt und die Rinder kannte er ja schon. Dann stießen wir zum ersten Mal auf das Konzept der Lebenshöfe und wir wussten sofort: „Das ist es!“ Wir dachten noch nach, telefonierten mit Lebenshofbetreibern und entwickelten ein Konzept. Dann kamen am 15. April 2020 unsere ersten Kälber der Saison zur Welt – Willy und Lilly. Zwillinge, die geboren waren, um zu sterben, denn ungleichgeschlechtliche Zwillinge waren in der Nutztierhaltung nur das wert, was sie auf den Rippen hatten als Mastrind. Zum ersten Mal sahen wir richtig hin und realisierten, so wollten wir nicht mehr weitermachen. Es war klar, wir werden zu einem Lebenshof.
Somit war das Projekt Lebenslänglich geboren und wir gaben unseren Kühen mit ihren Kälbern das Urteil Lebenslänglich. Im darauffolgenden Herbst schafften wir es sogar, dass kein Rind sterben musste, denn wir konnten die „überzähligen“ an Lebensplätze vermitteln.
Von fünf Rindern und einer Katze mussten wir uns in diesen sechs Jahren verabschieden. Heute leben noch zwanzig Rinder und sieben Katzen auf unserem Hof, die mit uns in unser siebtes Jahr mit lebenslänglich starten.
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