Update 15.12.2020

Täglicher Auslauf bei den Kühen – heute gibts nochmal Fotos von der Hinkebein-Gruppe:

Pünktchen
Einhorn Emilia
Schon mal eine Kuhzunge betrachtet?
Hope
Whitey
Lisa
Mathilda
Pünktchen hat von Heu zu Silo gewechselt.
Samy
Lisa und Hope
Samy
Lisa
Kira

Updates & Fotos 17.11.2020

Nun hat die Stallzeit begonnen! Ab sofort gehen wir morgens und abends rüber und füttern die Kühe, misten aus, streuen frisches Stroh ein und schauen, ob es allen gut geht. Da wir noch Anbindehaltung haben, kommt jeden Tag eine Gruppe von Kühen raus in den Auslauf, während die Kälber in der Box sind.

Dabei kann man unterschiedliches beobachten: Zuerst stürmen die Kühe raus, dann stellen sich gleich die ranghöheren zur Raufe und sichern sich den besten Platz am Silo, ehe das große Futtern beginnt. Ein, zwei Kühe gehen stattdessen zu Bürsten oder zur Stallecke und kratzen sich ausgiebig. Die rangniederen Tiere schleichen dazwischen herum und versuchen, nicht zu sehr aufzufallen, wie zum Beispiel die einjährigen Kalbinnen Whitey, Kira und Samy. Sie stehen lieber etwas abseits an der Heuraufe. Generell sind die jüngeren Tiere eher jene, die Platz machen müssen, wenn eine ältere Kuh des Weges kommt.

Bei der aktuellen Gruppengröße von acht bzw. neun Kühen geht es sich allerdings schön aus, dass sie ein paar Stunden im Auslauf verbringen können, ohne sich zu sehr in die Quere zu kommen.

Ein paar Worte noch zu den gesetzlichen Vorgaben bei Anbindehaltung: In der Biohaltung ist momentan vorgegeben, dass die Kühe in der Stallzeit von November bis April 2x wöchtentlich Auslauf bekommen müssen. Dies muss in einem Kalender dokumentiert sein und bei einer Kontrolle vorgelegt werden. Doch wer kontrolliert, ob diese 2x wöchentlich eingehalten werden oder ob nur einfach so Striche gemacht werden? Von einer Auslaufdauer ist übrigens nichts angegeben. Das kann also von 5 Minuten bis zu 5 Stunden alles sein.

Lisa
Samy
Emilia
Kira
Emilia
Pünktchen
Whitey

Eine ausgiebige Körperpflege darf ebenfalls nicht fehlen – die älteren Kühe sind bis auf Hinkebein ja noch eher skeptisch, was die Kuhbürste betrifft. Sie sind halt noch vom alten Schlag und können mit dem neumodischen Zeug nicht viel anfangen. Die jüngeren genießen es dafür umso mehr.

Dabei hat jede Kuh ihre Vorlieben – die einen mögen es lieber, am Rücken gekratzt zu werden, andere seitlich am Hals oder im Gesicht oder an den Hörnern. Und manche stemmen sich gleich mit dem ganzen Körper dagegen und können überall nicht genug davon bekommen!

Fotos 4. November 2020

Heute gibts mal ein paar Fotos von einem Teil der Rasselbande – die Namen stehen unter den Fotos.

Emilia, das Einhorn
Blacky
Cookie – schmutzig und glücklich bei den Großen!
Milli
Mathilda
Milli & Mathilda
Mathilda
Milli, das Halbhorn
Zu zweit schläft es sich viel besser!
Milli
Mathilda
Blacky

Emilias und Mini Emis Almsommer

Was für eine Wende! Da Emi nun ihr Leben bei Mama Emilia verbringen darf und somit zum Kreis der Lebenslänglichen unseres Hofes gehört, genießen wir die Kleine umso mehr. Nun, wo wir wissen, dass wir uns von ihr nicht im Herbst verabschieden müssen, ist es gleich ein ganz anderes Gefühl, wenn man in ihrer Nähe ist und sie streichelt. Ansonsten versucht man ja doch irgendwie, nicht eine zu große Bindung aufzubauen, damit der Abschied später dann leichter fällt.

Da es nun auch eine erste Patin gibt, gibt es hier mal ein paar Fotos vom Almsommer der beiden – Emilia und Emi scheinen es bisher sehr genossen zu haben, bis auf das Unglück am Ende, das jedoch für Emi eine ganz besondere Bedeutung hat.

Auf den Bildern sieht man toll die Entwicklung vom kleinen neugeborenen wuscheligen Kalb hin zum mutigeren hübschen Mädel 🙂

Almupdate 3. September 2020 – Unfall Teil 1

Bei unserem heutigen Besuch warteten zwei besorgniserregende Überraschungen auf uns – wir erkannten kurz nach unserer Ankunft, dass Millis linkes Horn zur Hälfte abgerissen war. Zuerst dachten wir, sie hätte gerauft oder an einem Felsen gekratzt. Doch dann sahen wir, dass Emilias, ebenfalls linkes, Horn komplett abgebrochen war und nur noch dünn verbunden am Kopf nach unten hing. Was war da geschehen? Erst als wir näher an sie heran kamen, erkannten wir, dass ihr ganzer Körper mit Kratzern übersät war. Also wirklich ihr GANZER Körper von vorne bis hinten, links und rechts, oben und unten. Am schlimmsten hat es sie am Ende des Rückens am Schwanzansatz erwischt – dort hatte sie tiefere verkrustete Abschürfungen. Emilia sah etwas mitgenommen aus, doch sie ging normal, hinkte nicht und fraß auch normal. Sie dürfte Glück im Unglück gehabt haben! Unsere Vermutung war, dass sie im Geröll vielleicht wo aus- und nach unten abgerutscht war und vielleicht auch Milli involviert war. Bei Milli waren jedoch keine Abschürfungen zu sehen, vielleicht hat sie auch nur mit dem Horn gebremst und sich dann abgefangen. Der Rest der Herde sah ganz ok aus. Eine Kuh fehlte, doch das kommt öfters mal vor, dass eine nicht sofort zu sehen ist, beim nächsten Mal aber wieder da ist. Wir wollen am nächsten Tag nochmal nach ihr suchen und bei Emilia nach dem Rechten sehen.

Almupdate 22. Juni 2020 – Emilia

Emilia und ihr Kalb Mini Emi haben sich wunderbar auf der Alm eingelebt! Während das Kalb bei der großen Herde ganz oben auf einem Steilhang war, genoss Emilia weiter unten bei einem Hochmoor mit ein paar Youngsters die Ruhe. Durch das tolle soziale Gefüge innerhalb der Herde, ist es den Kühen auch mal möglich, alleine zu weiden, während der Nachwuchs bei anderen Kühen bleibt. Quasi ein Kälber-Kindergarten.

Jetzt sind übrigens auch noch andere Tiere auf der Alm: Kühe von zwei anderen Landwirten und zwei Pferde. Alle verstehen sich wunderbar und sind teilweise als große Herde beisammen.

Emilia und die kranke Stella

Während die große Herde bereits die Almluft genießt, sind noch zwei Kühe mit Kälbern zuhause. Die kranke Stella mit ihrem Kalb und Emilia mit dem letzten Mädel, das geboren wurde. Emilia und ihrem Kalb Mini Emi geht es gut, und eigentlich hätte sie schon auf die Alm gekonnt, aber da wir noch Stella mit ihrem Kalb zuhause haben, ist auch Emilia mit Baby bisher hier geblieben. Der Plan wäre, dass wir sie gemeinsam mit der anderen Kuh raufbringen, wenn sie fit genug ist.

Doch was hat es mit der kranken Stella auf sich? Vor zwei Wochen hatte sie kaum gefressen und die Geburt stand kurz bevor. Der Tierarzt kam, weil mein Mann merkte, dass etwas nicht stimmte. Er sollte recht haben – die Gebärmutter war verdreht und das Kalb konnte nicht zur Welt kommen. Zum Glück konnte der Tierarzt innerhalb weniger Minuten die Gebärmutter wieder zurückdrehen und weitere fünf Minuten später war das Kalb geboren – ein hübsches gesundes Mädel. Es ging alles noch gut.

Am nächsten Tag hatte Stella immer noch kaum gefressen. Wieder kam der Tierarzt und diagnostizierte Milchfieber – ein schwerer Kalziummangel, der bei Kühen auftritt, wenn die Milch einschießt. Normalerweise ist dies in der Milchviehhaltung häufiger, selten in der Mutterkuhhaltung. Wir hatten diesen Fall zum Beispiel noch nie. Stella bekam also eine Infusion, doch besser wurde es nicht. Der Tierarzt war schon Stammgast am Hof. Eine Entzündung der Gebärmutter kam noch dazu. Wieder Medikamente und das Hoffen auf Besserung. Insgesamt versuchen wir nun seit zwei Wochen die Kuh zu behandeln, doch die Milch für das Kalb wird immer weniger. Seit drei Tagen füttern wir es deshalb mit Pulvermilch, damit es nicht verhungert. Mittlerweile haben wir Blutwerte und hoffen, dass es nun endlich bergauf geht. Leider kamen da wohl gleichzeitig mehrere Baustellen zusammen.

Da wir für das Kalb reagieren müssen, das nun gefüttert werden muss, haben wir uns um einen Platz umgesehen, wo es entsprechend versorgt wird. Da unsere Kühe ja dann alle auf der Alm sind und wir das Kalb alleine hier am Hof versorgen müssten, ist diese Entscheidung notwendig geworden. Sie ist nicht leicht gefallen, doch heuer müssen wir noch von ein paar Tieren Abschied nehmen. Das wussten wir, als wir mit diesem Projekt gestartet sind, doch wir sehen positiv in die Zukunft, wo wir nicht mehr die Qual der Wahl haben müssen. Wo wir einfach nur mehr die Kühe haben, die lebenslänglich bei uns leben dürfen.

Solche Fälle sind übrigens für Landwirte wirtschaftlich gesehen nie leicht. Die Tierarztkosten belaufen sich mittlerweile auf rund 400 € und je nach weiteren Verlauf können die Kosten noch steigen oder man kann im schlimmsten Fall auch noch die Kuh verlieren. Dann noch die separate Versorgung des Kalbes … Als Landwirt ist man auch Geschäftsmann, und ich denke, dass dies bei vielen den Druck erhöht. Wir hoffen, dass dieser Druck zumindest bei uns wegfällt, wenn wir ab nächstes Jahr keine Kälber mehr bekommen.

Das letzte Kalb ist geboren!

In der letzten Nacht kam Emilias erstes Kalb zur Welt – es ist ein kleines “Kusei”, wie wir zu kleinen Kuhmädls sagen. Beiden geht es gut und Emilia hat es alleine ganz toll gemeistert. Sie kümmert sich rührend um ihr erstes Kalb und auch das Säugen klappt recht gut. Mit diesem Kalb endet der Kreislauf des Gebährens bei uns am Hof – da unsere Kühe nicht mehr geschwängert werden, durchbrechen wir den Kreislauf und füttern den Fleischmarkt nicht mit noch mehr Kälbern.

Da nun alle Kälber da sind, geht es auch für die Mutterkuhherde bald auf die Alm! Dazu muss nur noch das Wetter besser werden. Mal schauen, ob es sich bis zum Wochenende ausgeht.

Wann kommt das letzte Kalb?

Es wird spannend bei Emilia! Sie hat mittlerweile alle Anzeichen für eine baldige Geburt – die Bänder am Becken sind eingefallen, ihr Euter ist angeschwollen, ebenso die Scheide. Sie steht unter ständiger Beobachtung mittels Kamera und darf es sich alleine in der Geburtsbox gemütlich machen.

Wir sind schon sehr gespannt, wann Emilias Kalb wohl kommen wird und hoffen, dass alles gut geht!