Unsere Pinzgauer Rinder sind, was Klauen anbelangt, sehr anspruchslos. Die Klauen nutzen sich über den Sommer auf der steinigen Alm meist recht gut ab und es gibt äußerst selten Probleme. Bei Cookie, die ein Ennstaler Bergscheck ist, sah es jetzt anders aus. Zwei ihrer Klauen wuchsen schon in die falsche Richtung und mussten gekürzt und bearbeitet werden. In dieser Hinsicht ist sie leider sehr unkooperativ und hat schon mehrmals Versuche verweigert und es war keine Chance, sie in den Klauenstand zu bekommen, da sie komplett panisch wurde.
Jetzt war es allerdings höchste Zeit und wir versuchten es nochmal. Genialerweise haben wir jetzt so viele Absperrpaneele, dass wir einen tollen Gang bauen konnten, mit dem wir Cookie stressfrei zum Klauenstand brachten. Nach ein paar Überredungskünste und mit Leckerlis gelockt stand sie dann tatsächlich so, dass sie angezurrt und gekippt werden konnte.
Die Behandlung selbst mag, denke ich, kein Rind. Die Position ist ihnen nicht geheuer, ermöglicht es aber uns, gefahrlos an den Klauen arbeiten zu können. Nach rund 15 Minuten war es dann auch schon geschafft und Cookie konnte wieder befreit werden.
Zum Glück ging es dieses Mal wirklich problemlos. Jetzt schauen wir, wie sich ihre Klauen in nächster Zeit entwickeln, da sie anfangs ein wenig empfindlich ist, dann wäre sie auch schon bereit für die Frühlingsweide.


