Cowboy und Linda – untrennbar!

Als wir beschlossen hatten, mehr Kälber als geplant zu behalten, wussten wir, dass wir sie ein letztes Mal von den Kühen trennen müssen. Platztechnisch ist es einfacher, eine Kälbergruppe im Auslauf und in der Box zu halten, als noch fünf große Kühe dazu. Deshalb hatten wir sie im Herbst für die Entwöhnung getrennt, damit die Milch der Kühe versiegt.

Nach ein paar Wochen ließen wir vereinzelt Kälber zu ihren Mamas, um zu schauen, was sie machen. Alle erkannten sie zwar, doch als die Kälber instinktiv zum Euter gingen und trinken wollten, wehrten sie es ab und ließen sie nicht mehr heran. Dabei war uns aufgefallen, dass Linda die einzige war, die hin und wieder im Stall nach ihrem Sohn Cowboy gerufen hat. Und Cowboy war auch der einzige, der dann reagierte; und auch umgekehrt, wenn er rief, antwortete Linda.

Nun ist es also so, dass Cowboy zu den Kühen darf, wenn Linda mit ihrer Gruppe draußen im Auslauf ist. Er geht dann gleich zu ihr, nuckelt am Euter (auch wenn scheinbar keine Milch drin ist) und ist am Ende dann, wenn es für die Kühe wieder in den Stall geht, im Gesicht oder am Hals ganz nassgeleckt von Linda. Die zwei sind immer noch sehr stark verbunden.

Interessant ist, dass Vanilli, die große Schwester, auch in dieser Gruppe ist, sie jedoch kein Interesse mehr zeigt, zu trinken.

Wir sind gespannt wie das weitergehen wird. So eine Situation ist völlig neu für uns!

Hier hatte sich Hermine auch mit rausgeschmuggelt zu den Kühen. Cowboy trinkt bei Linda daneben.

Unsere Kälbergruppe – 13.12.2020

Alle sieben Kälber entwickeln sich prächtig, alle sind zahm und sie genießen ihre Streicheleinheiten – selbst Lilly, unsere bisher scheueste!

Cookie ist in den letzten Wochen ein gutes Stück gewachsen und frisst schon brav. Sie ist die einzige, die auch auf ihren Namen reagiert und kommt, wenn man sie ruft. Allerdings nur, wenn keine Zuschauer dabei sind – der berühmte Vorführeffekt!

Die Kuhbürste ist immer noch heiß begehrt. Wir sind schon auf die Stromrechnung im nächsten Jahr gespannt …

Die Kälber im Auslauf.
Cookie
Cowboy
Lilly
Willy
Anouk
Mini Emi
Hermine

Mittagsschläfchen bei den Kälbern

Tagsüber, wenn die Sonne in den Auslauf scheint, ziehen sich die Kälber momentan gerne in die Box zurück und schlafen. Das ist für uns recht praktisch, denn wir brauchen dann nur das Tor zu schließen und können die Kühe rauslassen. Gut erzogen, oder?

Update von der Kälbergruppe, 15.11.2020

Die Kälber haben sich super als Gruppe zusammengefunden und sind sehr brav. Fast alle lassen sich streicheln und kraulen, nur Lilly ist immer noch etwas eigen und hält lieber Abstand. Obwohl wir alle gleich behandeln und Willy zum Beispiel zu einem absoluten Schmuser geworden ist, ist Lilly immer noch sehr scheu und schüchtern.

Hermine
Lilly
Anouk
Willy
Lilly
Gemeinschaftliches Fressen nach Sonnenuntergang

Für die Kälber wird es ernst!

Wir haben damit begonnen, die Kälber von ihren Mamas zu entwöhnen. Das ist deshalb so wichtig, weil wir die Kälber im Winter als eigene Gruppe halten, was platztechnisch so am besten ist. Es sind ja doch 7 Kälber aus diesem Jahr, die wir behalten!

Die Kälber und ihre Mamas machen sich recht gut. Diese Phase ist oftmals mit lautem Muhen verbunden 🙁 Natürlich ist so eine Entwöhnung nie leicht – umso froher sind wir, dass dies zum letzten Mal sein muss!

Mittlerweile ist es in der Kälbergruppe recht entspannt. Sie sind mit Cookie im Auslauf und genießen im Stroh liegend die Sonne. Für uns hat dies auch einen Vorteil, denn ohne Mamas können wir mehr Zeit mit den Kälbern verbringen, uns zu ihnen ins Stroh legen und mit ihnen kuscheln.

Hermine
Mini Emi
Hermine
Hermine
Cowboy
Cookie
Hermine

Ein einSCHNEIDENder Tag für Willy und Cowboy

Nachdem wir beschlossen hatten, Willy und Cowboy das Urteil lebenslänglich zu verpassen, mussten sie auch kastriert werden. Kurzer Anruf beim Tierarzt und ein paar Stunden später, nach einer hübschen Intimrasur, gings auch schon los. Umfang messen, Gewicht ausrechnen (etwa 220 kg!) und zack ist die erste Spritze drin. Willy war der erste und war schnell schläfrig. Als er lag, bekam er die zweite Spritze und er schlief tief und fest. Der Eingriff dauerte dann etwa 10-15 Minuten.

Cowboy war der nächste. Mama Linda stand an seiner Seite und so war er ganz ruhig. Ziemlich rasch war alles erledigt, noch ein bisschen Blauspray rauf und sie konnten schon wieder aufwachen. Am nächsten Tag kamen beide zurück auf die Weide und sehen wieder wie vorher aus. Nur etwa 200 g leichter.