Kuhglocken – Tradition oder Lärmbelästigung?

Als wir letztes Jahr unser Projekt Lebenslänglich starteten, war für uns auch klar, dass wir keine Kuhglocken mehr verwenden wollen. Kühe haben ein sehr feines Gehör, und auch, wenn sich bisher kaum jemand mit dieser Lärmbelästigung auseinandersetzen wollte und es keine nennenswerten Studien dazu gibt, stellen wir uns das sehr störend vor, monatelang Tag und Nacht das Gebimmel nur wenige Zentimeter vom Ohr entfernt zu hören.

Was ist der Sinn der Glocken? Man kann Kühe damit lokalisieren. Sprich, auf unwegsamen Weide- oder Almgebieten hört man die Kühe schon von weitem. Früher war das für den Senner / die Sennerin wichtig, um die Kühe fürs Melken herantreiben zu können. Heutzutage ist es vorteilhaft, um schauen zu können, ob alle vollzählig und wohlauf sind.

Weitere Gründe sind “weil es immer schon so war”, aus Tradition, weil “es Touristen gerne hören”, weil “die Kuh eine Glocke mit Stolz trägt”, …

Unterm Strich: der einzige Grund, der Glocken rechtfertigt, ist die Ortung. Und da gibt’s eine Lösung! GPS!

Wir haben letztes Jahr drei gekauft (120€ pro Gerät). Laufende Kosten 20€ jährlich pro Simkarte für die Ortung. Vorteil: man weiß auch von weiter weg (Zuhause), wo die Kühe sind. Weiß, wie sie sich bewegen.

Bei uns hat es super funktioniert und wir sind sehr froh um diese Alternative. In diesem Jahr haben wir noch ein kleines Gerät für Cookie besorgt und es ist immer wieder spannend, aufs Kuh-TV zu sehen.

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